Alzheimer Forschung: Demenz und Alzheimer

 

Demenz und Alzheimer sind nicht das Gleiche

 

 Immer wieder erreicht die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) die Anfrage, wo der Unterschied zwischen einer Demenz und der Alzheimer-Krankheit liegt. Der Begriff „Demenz“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet sinngemäß „ohne Geist“. Über 50 verschiedene Störungen der Gehirnleistung werden darunter zusammengefasst. Demenz ist also ein Überbegriff und nicht gleichzusetzen mit der Alzheimer-Krankheit. Genauer gesagt: Alzheimer ist mit rund zwei Drittel aller Fälle die häufigste Form der Demenz. Weitere Demenzformen sind beispielsweise die Vaskuläre Demenz, die Frontotemporale Demenz, die Lewy-Körperchen Demenz und die Demenz bei Parkinson.

Ein Überblick über die häufigsten Demenzformen bietet der kostenfreie AFI-Ratgeber „Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzen“. Beleuchtet werden jeweils die Risikofaktoren, die Symptome, der Krankheitsverlauf sowie die Diagnose und Behandlung.

Bestellinformation: „Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzen“ kann kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0; Webseite: www.alzheimer-forschung.de/alzheimer-und-andere-demenzen.

Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit:
www.alzheimer-forschung.de/alzheimer

Beitragsbild:
c) Joanna Nottebrock

 

 

 

Düsseldorfer Forscherin Annette Limke erhält Kurt Kaufmann-Preis der Alzheimer Forschung Initiative

 

Düsseldorf5. März 2020 – Die Alzheimer-Forscherin Annette Limke (31) vom IUF – Leibniz Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf wird mit dem Kurt Kaufmann-Preis der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ausgezeichnet. Der Kurt Kaufmann-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde zum vierten Mal ausgeschrieben.

Annette Limke untersucht die Auswirkungen von Ultrafeinstaub auf das Alzheimer-Risiko. „In den letzten Jahren gab es zunehmend Hinweise darauf, dass kleinste Partikel aus dem Kraftverkehr einen Risikofaktor für Alzheimer darstellen. Menschen, die in der Nähe von vielbefahrenen Straßen wohnen, haben ein höheres Risiko vorzeitig an Alzheimer zu erkranken. Für Auspuffgase typischer Ultrafeinstaub ist im menschlichen Gehirn nachweisbar“, sagt die Preisträgerin.

Um die Luftschadstoffe zu ermitteln, die das Alzheimer-Risiko erhöhen könnten, arbeitet Annette Limke mit dem transparenten Fadenwurm Caenorhabditis elegans. Dieser wird mit verschiedenen Ultrafeinstäuben belastet. Anschließend werden die Fadenwürmer auf die typischen Merkmale der Alzheimer-Erkrankung wie Proteinablagerungen aus Beta-Amyloid sowie Degeneration der Nervenzellen hin untersucht. Der Test wird so entwickelt, dass er auch andere Umweltschadstoffe identifizieren kann, die im Fadenwurm Alzheimer auslösen. Zudem werden Substanzen ermittelt, die dem Krankheitsprozess entgegenwirken. Ziel ist es, neue Erkenntnisse zur Entstehung der Alzheimer-Krankheit und zur Prävention der häufigsten Form der Demenz zu gewinnen.

Über den Kurt Kaufmann Preis der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) : 
Der vierte Kurt Kaufmann-Preis ist dem Thema „Einfluss von Umweltfaktoren auf die Alzheimer-Krankheit“ gewidmet. Die thematische Ausrichtung dient dazu, Impulse zu geben und das Forschungsgebiet weiter zu fördern. Der Namensgeber des Preises, Kurt Kaufmann, war an Alzheimer erkrankt. Seine Ehefrau Gertrud Maria Kaufmann hatte die AFI in ihrem Testament bedacht, um die Alzheimer-Forschung zu unterstützen und zugleich ihres Mannes zu gedenken. Dies geschieht in Form des Kurt Kaufmann-Preises.

Steckbrief Annette Limke
seit 2017: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Biologie, Promotion
seit 2012: IUF – Leibniz Institut für umweltmedizinische Forschung, Wiss. Mitarbeiterin
2012 – 2016: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Biologie, Master of Science
2008 – 2012: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Biologie, Bachelor of Science

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt:
www.alzheimer-forschung.de/forschung/forschungsprojekte/projektdatenbank/projekt/dement-durch-feinstaub-risiko-durch-abgase-bei-der-entstehung-der-alzheimer-krankheit/

Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit:
www.alzheimer-forschung.de/alzheimer

 

 

 

 

Frühzeitige rechtliche Vorsorge treffen !

 

Selbstbestimmt alt werden: Damit dieser Wunsch Wirklichkeit werden kann, ist eine frühzeitige rechtliche Vorsorge wichtig. Denn aufschieben sollte man das Thema auf keinen Fall: Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht existiert auch in schwersten Krisensituationen kein gesetzliches Vertretungsrecht für den Ehepartner oder einen volljährigen Verwandten. Darauf weist die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) in ihren kostenlosen Infoblättern zur „Rechtlichen Vorsorge“ hin, die unter www.alzheimer-forschung.de/rechtliche-vorsorge bestellt werden können.

Um unterschiedliche Lebensbereiche abzudecken, gibt es verschiedene rechtliche Vorsorgemöglichkeiten. Dazu gehören neben Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung auch das Testament, um Streitigkeiten nach dem eigenen Ableben vorzubeugen. Das Testament und die Vorsorgevollmacht setzen bei Erstellung uneingeschränkte Geschäftsfähigkeit voraus, bei den anderen beiden Verfügungen muss zumindest Einwilligungsfähigkeit gegeben sein.

Die Infoblätter „Rechtliche Vorsorge“ können kostenfrei bestellt werden bei:

Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf
Tel.: 0211 - 86 20 66 15
www.alzheimer-forschung.de/rechtliche-vorsorge.

 

Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit:
http://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.
Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein gemeinnütziger Verein, der das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats e.V. trägt. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 266 Forschungsaktivitäten mit über 10,2 Millionen Euro unterstützen und rund 825.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

 

                    AFI Botschafterin Okka Gundel        Foto: c) Wolf R. Ussler

 

 

 

"Diagnose-Verfahren" und "Im Alter sicher Autofahren"

 

Eine verlässliche Alzheimer-Diagnose ist aufwendig und kann nur von einem Arzt gestellt werden. Studien zeigen, dass die Alzheimer-Krankheit oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird, weil die Betroffenen zu spät zum Arzt gehen. Eine Behandlung wird so erschwert, denn die Medikamente wirken am besten zu Beginn der Krankheit.

Bei Gedächtnisproblemen sind die Deutschen sensibilisiert: 85 Prozent würden bei einer deutlichen Verschlechterung ihrer Gedächtnisleistung einen Arzt aufsuchen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) anlässlich des Welt-Alzheimer-Tags am 21. September.

 Insgesamt 51 Prozent würden auf jeden Fall zum Arzt gehen, weitere 34 Prozent würden wahrscheinlich einen Arzt aufsuchen. Die AFI rät unter dem Motto „#gehzumArzt“: Wer sich Sorgen um sein Gedächtnis macht, sollte immer seinen Hausarzt oder Neurologen aufsuchen. Denn es kann nur im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung festgestellt werden, was die Ursache von Gedächtnisproblemen ist. Eine Selbstdiagnose ist nicht möglich.

Die überabeitete Broschüre „Diagnose-Verfahren bei Alzheimer – Ärztliche Tests im Überblick“ von der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) klärt über die nötigen Untersuchungen auf und möchte die Angst vor einem Arztbesuch nehmen.

Die Broschüre kann kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf - Telefon: 0211 - 86 20 66 0 oder über die Webseite http://www.alzheimer-forschung.de/diagnoseverfahren.

Wie man sich auf einen Arztbesuch vorbereiten kann und wie die Alzheimer-Krankheit diagnostiziert wird, erklärt die AFI in der Broschüre „Diagnose-Verfahren bei Alzheimer – Ärztliche Tests im Überblick“. Dieser und weitere Titel können kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf;

Die einzelnen Untersuchungsschritte werden in der Broschüre genau erklärt. Dazu gehören das Arztgespräch, standardisierte Gedächtnistests, die körperliche Untersuchung und die Analyse der Laborwerte. Auch bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) oder die Magnetresonanztomographie (MRT) werden beschrieben. Ebenfalls thematisiert wird die Liquordiagnostik, die zwar noch nicht zur Basisdiagnostik gehört, aber im stationären Rahmen immer häufiger Anwendung findet. Praktische Tipps helfen Patienten und Angehörigen, den Arztbesuch besser vorzubereiten.

 

 

 

Weitere Informationen zum Thema „Alzheimer-Diagnose“
http://www.alzheimer-forschung.de/diagnose

Informationen zur Alzheimer-Krankheit
http://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer

 

 

 

 

Checkliste für Senioren: Im Alter sicher Auto fahren

Nebel, Glatteis, Schnee: Die dunkle Jahreszeit ist für Autofahrer mit besonderen Herausforderungen und einem erhöhten Unfallrisiko verbunden. Besonders ältere Menschen sollten auf mögliche Probleme beim Autofahren achten. Sie haben zwar zumeist viel Erfahrung hinter dem Steuer, dennoch kann der Alterungsprozess einige Probleme mit sich bringen, die durch die Witterung noch verstärkt werden.

Probleme beim Hören und Sehen sowie Bewegungseinschränkungen können eine Gefahr bedeuten. Auch Medikamente und deren Nebenwirkungen oder demenzielle Erkrankungen wie Alzheimer erschweren das Autofahren oder machen es unmöglich.

Mit dem folgenden Selbsttest können Senioren überprüfen, ob sie sichere Fahrer sind. Wenn eine oder mehrere der Fragen mit „Ja“ beantwortet werden, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um zu überprüfen, ob das Problem mit dem gesundheitlichen Befinden zusammenhängen könnte. Der Selbsttest ist Teil der kostenlosen Broschüre „Sicher Auto fahren im Alter“, die bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) unter der Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0 oder über die Webseite www.alzheimer-forschung.de/sicher-auto-fahren bestellt werden kann.

- Verlieren Sie beim Fahren manchmal die Orientierung?
- Haben Sie Schwierigkeiten, andere Verkehrsteilnehmer, Ampeln oder Verkehrszeichen zu erkennen und rechtzeitig darauf zu reagieren?
- Haben Sie Probleme, das Gas-, Kupplungs- oder Bremspedal zu betätigen?
- Hören Sie Motorengeräusche, Schaltung oder Signale anderer Verkehrsteilnehmer (manchmal) spät oder schlecht?
- Finden Sie es schwierig, den Kopf zu drehen und über Ihre Schulter zu blicken?
- Werden Sie im dichten Verkehr oder auf unbekannten Straßen nervös?
- Hupen andere Autofahrer häufig wegen Ihres Fahrverhaltens?
- Verursachen Sie in letzter Zeit häufiger kleinere oder „Beinahe“-Unfälle?
- Fühlen Sie sich beim Fahren unsicher?
- Werden Sie schläfrig oder wird Ihnen schwindelig, nachdem Sie Ihre Medikamente eingenommen haben?

„Sicher Auto fahren im Alter“ und weitere Informationsmaterialien können kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0;

http://www.alzheimer-forschung.de/sicher-auto-fahren.

Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit:
www.alzheimer-forschung.de/alzheimer

Alzheimer Forschung Initiative e.V.

 

Fotos: Wolf R. Ussler

AFI-Botschafterin Okka Gundel

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare sind deaktiviert