Erstes Tiny House Festival

 

Deutschlands erstes Tiny House Festival

 

Der Markt für Tiny Houses wächst  explosionsartig. Nachhaltig, mobil, individuell – das sind die Eigenschaften sogenannter Tiny Houses. Inzwischen gibt es deutschlandweit rund 25 Anbieter, die die winzigen Häuser auf Rädern gewerblich bauen. Auch Markus Berger aus Bad Liebenzell hat den Trend der Zeit erkannt und bietet Wohnen auf engstem Raum. „Bauwagenwerk“ heißt sein Unternehmen, mit dem er minimalistisch, nachhaltig und ressourcenschonend ein ganzes Wohnhaus auf kleinem Raum individuell mit ökölogischen Baumaterialien konzipiert.

 

 

 

Vom 8. bis 10. Juni präsentierte sich der Liebenzeller Unternehmer auf der Messe LOFT – Das Designkaufhaus in Karlsruhe. Damit zählt er deutschlandweit zu den ersten acht Ausstellern, die mit dem Sonderthema „New Housing – Tiny House Festival“ und einer eigenen Plattform zu einem aktiven Informationsaustausch rund um das Thema alternativer Wohntrend einladen. Gerade vor dem Hintergrund steigender Miet- und Immobilienpreise in städtischen Ballungsräumen sind die Mini-Häuser attraktiv. Wer hierzulande in einem Tiny House wohnen will, braucht eine Baugenehmigung und ein erschlossenes Grundstück als Stellplatz. Es gibt Tiny Houses sowohl fest stehend als auch auf Rädern – im letzteren Fall ist zusätzlich eine Straßenzulassung notwendig.
Bauwagenwerk bietet von der ersten Beratung über eine konkrete Planung bis hin zur Realisierung des rollenden Hauses alles aus einer Hand.

 

 

Auf Einladung von Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der Karlsruhe Tourismus GmbH (KTG) dem der Gedanke nahe liegt, das Konzept als neue Wohnform für Campingplätze zu etablieren, war für René Skiba das Thema als erweitertes Angebot zu Übernachtungen im Schwarzwald attraktiv. Der Geschäftsführer Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald hat dazu bereits ein konkretes Projekt vor Augen.

In Bieselsberg, einem Ortsteil von Schömberg, baut derzeit ein privater Investor zwei Tiny Häuser. Dabei handelt es sich nach Aussage von Skiba um ein konkretes Förderprojekt über Leader weil ganz besondere Handlungsfelder abgedeckt sind. „Zum einen ist es das Bauen mit heimischem Holz und zum anderen sind die Tiny Häuser Teil eines Gesamtprojektes bei dem es um Lebensqualität durch Nähe geht.“ Für Ihn sind die Angebote auf der Messe in Karlsruhe aber auch aus touristischer Sicht interessant.

„Für dieses konkrete Projekt sind wir immer auf der Suche nach innovativen Übernachtungskonzepten. Es muss nicht immer das 4-Sterne Hotel sein oder der Naturparkwirt. Wir wissen, dass die Gäste auch nach ganz außergewöhnlichen Schlaforten suchen.“ Skiba informiert sich darüber was es gibt. „Wir sprechen nicht nur von Pauschalurlaub und günstig-günstig, sondern auch darüber, Gästegruppen zu bedienen die etwas außergewöhnliches suchen“, so Skiba, der von den verschiedenen Varianten an Tiny Häusern überrascht ist.

 

 

„In der Anschaffung kostet ein Tiny House im mittleren Preissegment zwischen 30.000 bis 40.000 Euro“ erläutert Frank Thieme von der Messeleitung des Tiny House Festivals und ergänzt: „Nach Oben gibt es keine Grenzen.“

Während in Wildberg Schäferwagen und im nördlichen Schwarzwald bereits Bienenwagen und Safarizelte angeboten werden, weiß Skiba zu berichten, dass diese Unterkünfte regelmäßig und am schnellsten auf den Campingplätzen ausgebucht sind. Die Tiny Häuser jedoch sollen separat stehen. „Wir schauen, wo im Landkreis Calw solche touristische Projekte umsetzbar und Gemeinden attraktive Flächen für solche Projekte bereitstellen können.“

 

Text und Fotos:
Sabine Zoller M.B.A., MA.

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